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Ein alternatives Therapiekonzept bei Durchbruchschmerzen

Das ideale Medikament bei Durchbruchschmerzen zeichnet sich durch einen schnellen Wirkungseintritt bei kurzer Wirkdauer aus, es wirkt gezielt und stark gegen die Beschwerden und ist sicher und unkompliziert im Gebrauch.

Referenzsubstanz ist Morphium, intravenös titriert. Wegen der leichteren Anwendbarkeit wird Morphium oral in Tablettenform als Standardmedikation bei Durchbruchschmerzen eingesetzt. Fentanyl ist als reiner Rezeptoragonist vor allem wegen der kurzen Wirkungs-dauer dem Morphium überlegen. Als wenig bekannter Applikationsweg wird Fentanyl-Nasenspray als Rezepturarzneimittel vorgestellt. Der Wirkungseintritt entspricht nahezu der intravenösen Gabe. Die Wirkungsdauer ebenfalls. Der Apotheker kann das Spray aus-gesprochen preiswert in jeder gewünschten Konzentration herstellen. So kann vom Pati-enten ein sehr hoher Bedarf mit ein oder zwei Hub appliziert werden.

Nicht nur Tumorschmerzen, sondern insbesondere auch starke Dyspnoe und akute Atem-not mit Erstickungsangst bei internistischen Erkrankungen können effektiv behandelt werden, was bei den Angehörigen vorhandene Sorgen und Ängste deutlich reduziert.

Wegen des besonders raschen und starken Wirkungseintritts und des damit theoretisch vorhandenen Suchtpotentials beschränken wir die Indikation auf Tumorpatienten im fort-geschrittenen Stadium und Palliativpatienten z. B. mit Lungenfibrose und dekompensier-ter Herzinsuffizienz sowie hiermit verbundenen Erstickungsängsten.

Die Patientenakzeptanz ist sehr gut

Herstellungsvorschrift (im PDF-Format * )

Muster für BTM-Rezept  

Die Anweisung für Patient und Angehörige lautet 1-2 Hub bis zu alle fünf Minuten. Die Gabe muss dokumentiert werden. Schlafende/Bewusstlose Patienten brauchen kein Spray und dürfen es nicht bekommen.

Das wäre die Dosis für das 25er Pflaster oder 60-90 mg Morphinäquivalent oral. Füpr andere Dosen passen wir es entsprechend an. Die Höchstkonzentration der Lösung liegt weit über dem, was notwendig sein könnte.

Es ist schon passiert, dass ein Apotheker trotz vorherigen Anrufes eine völlige falsche Nasensprayflasche auslieferte. Der erste Hub umfasste gleich 5 ml! Es gab erstaunlicherweise keine Überdosierung. Ich vermute, es liegt daran, dass die Überdosis in den Rachen läuft, verschluckt wird und dann wesentlich abgeschwächt wirkte. Ein schlimmer Fehler, aber im Resultat für mich beruhigend.

Also wichtig: den Apotheker explizit darauf hinweisen, dass er vorher abwiegen muss, dass ein Hub wirklich nur 0,05 ml umfasst! Fentanylzitrat an sich ist billig und für ihn leicht zu verschaffen. Er erhält für ein Fläschen wohl zwischen 13,- und 40,- € verdient also nicht viel daran. Für die Krankenkassen und das eigene Budget ist das Medikament ein Schnäppchen.

Die genau passenden und zuverlässigen Sprühköpfe können in der Marien-Apotheke in Fulda gekauft werden.

Medikamentenplan(im PDF-Format * )

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